Über Nadine Krachten

Ich bin Nadine Krachten, Expertin für empathisches Verkaufen. Durch gezieltes Coaching unterstütze ich meine Kunden dabei, ihre alltäglichen Herausforderungen im Verkauf zu meistern und ihre Verkaufsziele leichter zu erreichen.

Interview mit Nadine Krachten

M.H.: Ausbildung zur Bankkauffrau, Bankfachwirtin, Studium der Bankbetriebswirtschaft… Wie bist du vom Bankwesen zur Verkaufstrainerin gekommen?

Schon während meiner Ausbildung zur Bankkauffrau habe ich mit der sogenannten Erwachsenenbildung geliebäugelt. Ich war 14 Jahre Banker, es hat mir sehr viel Spaß gemacht, und ich war richtig gut. Das hat mein Verkaufstalent ans Licht geholt. Als dann eine Trainerin gesucht wurde, habe ich mich beworben undwurde sofort angenommen. Drei Jahre bin ich geblieben. Aber ich wollte mich noch stärker auf das Verkäuferische spezialisieren. Mein Herzblut gehörte von Anfang an dem Vertrieb und Verkauf. Also habe ich mich selbständig gemacht. Das ist inzwischen 11 Jahre her. Die beste Entscheidung meines Lebens!

M.H.: Was zeichnet dich als Coach, Trainerin und Keynote Speaker besonders aus?

Ich bin mit dem Herzen dabei, denn ich liebe, was ich tue. Meine Leidenschaft gehört dem Verkauf. Genauso gestalte ich meine Seminare: mit Leidenschaft und Dynamik. Ich bin wahnsinnig neugierig auf andere Menschen. Mir ist ein respektvoller, empathischer Umgang mit anderen sehr wichtig. Ich liebe es zu kommunizieren. Und ich liebe es, mein Wissen in die Welt zu tragen. Meine feste Überzeugung ist: Je mehr ich gebe, desto mehr bekomme ich auch zurück.

M.H.: Wie es in den Wald rein ruft…

Ganz genau. In meinen Seminaren gebe ich alles. Ich liebe es, zu verkaufen. Aber ich liebe es auch zu kaufen. Wenn ich einen tollen Berater erlebe, kaufe ich gern mehr, als ich eigentlich geplant habe. Diese Erfahrung gebe ich an meine Kunden weiter: Es macht unwahrscheinlich viel Spaß, mit Kunden Gespräche zu führen und ihnen genau das zu verkaufen, was sie brauchen.

M.H.: Was in deinen Seminaren immer wieder auffällt: Was du sagst, ist Spoton, genau auf den Punkt. Wie kommt das?

Ganz einfach, das ist alles echt. Ich kenne alles aus erster Hand: die Herausforderungen des Verkaufs ebenso wie die Glücksmomente. Natürlich habe ich auch einiges an Weiterbildungen gemacht. Es ist mir wichtig, immer auf dem neuesten Stand der Dinge zu sein und dieses Wissen auch meinen Teilnehmern präsentieren zu können.

Nadine Krachten hat folgende Aus- und Weiterbildungen absolviert:

  • Systemischer Business Coach
  • Vertriebstrainerin (ADG)
  • Diplomierte Bankbetriebswirtin (FH)
  • NLP-Master
  • Reiss®-Profile-Master
  • Luxx®-Profile-Master
  • Fachspezifische Fortbildungen in den Bereichen Performance, Trainingsmethoden, Verkaufs-Skills sowie wertschätzende Kommunikation.


M.H.: Verkaufen hat gerade in Deutschland ein schlechtes Image. Warum eigentlich?

Mir fällt immer wieder auf, dass es Verkäufer gibt, die kaum auf ihre Kunden eingehen. Auch am eigenen Leib. Dadurch verlieren die Verkäufer manchmal nur ein wenig Zusatzgeschäft, öfter den Auftrag und in den meisten Fällen den gesamten Kunden. Das macht mich traurig oder wütend – je nach Situation.

M.H.: Was können Verkäufer besser machen?

Der Kunde sollte Dreh- und Angelpunkt des gesamten Gespräches sein. Seine Emotionen und Wünsche sind das Wichtigste. Ein Verkäufer, das das verinnerlicht hat, ist ein guter Verkäufer. Es geht darum, gemeinsam mit dem Kunden zum gewünschten Ziel zu kommen. Beide sollten im Gespräch Spaß haben und am Ende ihren gemeinsamen Erfolg feiern. Wenn das Schule machen würde, hätte Verkaufen in Deutschland einen viel besseren Ruf. Verkäufer sollten empathisch verkaufen.

M.H.: Was genau heißt „empathisch verkaufen“?

Empathisches Verkaufen ist ehrlich. Es geht nicht darum, den Kunden über den Tisch zu ziehen und nur an den eignen Umsatz zu denken. Empathie bedeutet Einfühlungsvermögen. Das setzt bei dem Verkäufer die Fähigkeit und die Bereitschaft voraus, Gedanken, Emotionen, Empfindungen, Motive und die Persönlichkeit einer anderen Person zu erkennen und zu verstehen.

Empathie besteht aus 4 Säulen:


  • Wahrnehmung: Wie geht es meinem Kunden?
  • Verständnis: Warum geht es ihm so?
  • Antizipation: Wie wird er auf mein Angebot reagieren?
  • Resonanz: Wie reagiere ich darauf?

 

Die Grundlage für Empathie ist die Selbstwahrnehmung: Je offener ich für meine eigenen Emotionen bin, desto besser kann ich andere Gefühle deuten. Das macht das Verkaufen fair und ehrlich: Ich bin überzeugt davon, dass ich für meinen Kunden das Beste will. Das spürt mein Kunde. Auf dieser Ebene suchen wir gemeinsam nach der bestmöglichen Lösung für sein Problem. Genau das ist „empathisches Verkaufen“. Uns das spannende daran ist, dass dadurch der Kunde mehr kauft.

M.H.: Warum denkst du, dass du damit den Ruf des Verkaufens verbessern kannst?

Einfühlungsvermögen ist eine der wichtigsten Fähigkeiten für ein soziales Miteinander. Verkaufen ist auch soziales Miteinander. Daher ist diese Kompetenzform im Gespräch sehr Über mich wichtig. Empathisches Verkaufen ist ehrlich. Ich bin der festen Überzeugung, dass faires Verkaufen zum einen mehr Erfolg bringt – für den Kunden und für den Verkäufer. Und zum anderen, dass es einen großen Beitrag zur Verbesserung des Rufs in der Gesellschaft leistet. Kaufen und Verkaufen macht Spaß. Vorausgesetzt, es ist fair und ehrlich.

M.H.: Richten sich deine Trainings und Coachings ausschließlich an Verkäufer und Vertriebler?

Das ist zwar meine Hauptzielgruppe. Willkommen sind aber durchweg alle Berufsgruppen. Wir verkaufen doch alle irgendwann etwas: unsere Arbeitskraft, einen Wunsch der Abendgestaltung im privaten Kontext, ein Produkt, eine Dienstleistung. Jeder, der eine Bewerbung schreibt, muss sich gut verkaufen. Jeder Freiberufler muss wissen, wie er seine Dienstleistung optimal vermarktet.

M.H.: An wen willst du dein Wissen verkaufen?

Kurz gesagt: An Menschen, die Lust haben, sich weiter zu entwickeln und stetig besser werden wollen. An Menschen, die gern verkaufen wollen. An Menschen, die begreifen, dass Verkaufen etwas Tolles ist und die gemeinsam mit ihren Kunden Erfolge feiern wollen. Ich finde Menschen spannend. Und wenn ich für sie ein Problem lösen oder ihnen anderweitig helfen kann, macht mich das glücklich. Und den Kunden auch! Genau darauf habe ich mein Wissen, das ich an meine Teilnehmer weitergebe, aufgebaut.

M.H.: Noch eine letzte Frage: Du trägst eigentlich immer einen Schal. Bedeutet das was?

(Lacht.) Das ist sozusagen mein Markenzeichen. Ich habe mindestens 50 Stück davon. Ich bin eben auch ein wenig verrückt und tanze gern aus der Reihe.

M.H.: Ganz herzlichen Dank für das nette Gespräch.

Gern geschehen!

Das Interview führte Michaela Hövermann, Lesezeichen.rocks (Ressort: Karriere), 31.08.2018.